Der Hintergrund der Heldenreise

In (fast) jeder Geschichte, in jedem Mythos, hinter jedem Film verbirgt sich ein geheimnisvoller Zyklus, der in vielen Kulturen und in allen Zeiten die Grundlage für die Integration von Veränderungen war.

Wenn wir immer wieder die gleiche Geschichte in neuen Varianten erleben wollen, liegt das daran, dass wir uns in ihr wieder finden und an ihr teilhaben (Ch. Vogel, Drehbuchautor).

Die Heldenreise ist die Geschichte des Überganges von einem Lebensabschnitt zum nächsten. Jeder Mensch wird durch das Leben gezwungen sich zu verändern. In Leben eines jeden Menschen gibt es Momente, in denen er durch Krisen geht. Diese Übergänge beginnen mit der Geburt und setzen sich mit unserem Wachstum fort. Sei es die Pubertät, Heirat, Elternschaft, Trennung von einem Partner, Tod von Freunden, das Platzen von Träumen oder der Verlust des Arbeitsplatzes, immer wieder „zwingt“ uns das Leben uns weiterzuentwickeln und uns zu verändern.

Paul Rebillot schuf ein Übergangsritual, das auf dem Grundzyklus der menschlichen Entwicklung basiert. In diesem Selbsterfahrungsprozess entdecken die Teilnehmer ihren eigenen, individuellen Mechanismus, wie sie mit Veränderungen in ihrem Leben umgehen. Wenn es später im Leben zu den unweigerlichen Veränderungen kommt, dann weiß der Einzelne, dass der Wechsel einem bestimmten Ablauf folgt. Man fühlt sich nicht mehr bedroht, man hat eine innere Landkarte zur Hand.